Was ist das, wie funktioniert es und warum reden wir darüber?

Welche Fragen ihr auch bisher hattet heute klären wir endlich alles über und um HPP und ihr erfahrt ein Stückchen mehr über unser Geheimnis warum unsere Säfte so super, gesund und frisch schmecken.

Here we go:

HPP ist die Abkürzung für High Pressure Processing, auch bekannt unter anderen Namen wie Pascalisation, UHP, Hochdruckpasteurisierung. Viele Namen für eine Sache, nämlich der Haltbarmachung mittels Druck und OHNE, ich betone nochmals, ohne Hitze. Denn genau das ist es worauf wir Wert legen!

HPP – Mit Druck konservieren – Wie geht das?

Fangen wir nach dem Abfüllen und verschließen unserer Säfte in Flaschen an. Oder Moment, nein. Schon hier müssen wir auf eine flexible, druckfeste und wasserdichte Verpackung achten. Denn die Verpackung muss dem Druck auch nachgeben können und darf nicht einfach zerspringen, wie das bei Glas der Fall wäre. Daher, mit Träne im Knopfloch, die Verwendung von Plastikflaschen. Selbstverständlich BPA-frei, also ohne Weichmacher.

Unsere Säfte sind nun in ihren Plastikflaschen. Dann geht es ab zum Haltbarmachen. So funktioniert es:

  • Die Säfte kommen in ein Wasserbad (das Wasser fungiert hier als Drucküberträger) in einen Druckbehälter
  • Der Druck wird über einen hydraulisch bewegten Kolben erzeugt (eine andere mögliche Methode ist auch die indirekte Druckübertragung über einen Druckerzeuger und eine Druckleitung)
  • Wir reden hier von einem Druck von ca. 6.000 bar. Zum Vergleich: Am tiefsten Punkt des Marianengrabens, elf Kilometer unter der Oberfläche des Westpazifiks, drückt das Wasser mit 1.100 Bar auf den Grund.“(Nünnerich, 2015)
HPP High Pressure Processing Pascalisation

HPP banal dargestellt

 

HPP-Konservierung – Du fragst warum wir das machen?

Ganz einfach.

„Es ist die ideale Methode, Lebensmittel schonend, aber äußerst effektiv haltbar zu machen“ (Nünnerich, 2015)

Wir wollen die Inhaltsstoffe unserer Säfte schützen und so wenig Vitamine und Frische verlieren wie möglich. Mit dem HPP Verfahren sind wir dafür bestens ausgerüstet, denn, wer hätte es gedacht, es arbeitet mit Druck und nicht mit Hitze, wie das bei den meisten anderen Säften, die pasteurisiert werden, der Fall ist. Das „kalte“ Verfahren inaktiviert aber natürlich trotzdem unerwünschte Mikroorganismen, Hefen und Sporen aber auch Enzyme, die in jedem Saft vorhanden sind und die für das „schlecht Werden“ unserer Säfte verantwortlich wären. Und verhindert somit, dass sich keine Keime vermehren können, weil sie nicht mehr da sind.

Was genau passiert bei der HPP-Konservierung mit den Inhaltsstoffen?

Jeder Inhaltsstoff reagiert anders auf Hochdruck. So werden Enzyme, je nachdem welche, reversibel oder irreversibel verändert. Das kann zu positiven wie auch negativen Veränderungen an Produkten kommen. Bei unserem Saft ist alles paletti und die Strukturänderung der Enzyme lässt den Saft nicht braun werden. Super!

Vitamine und Aromastoffe bleiben erhalten. Druck kann ihnen nichts an haben und daher bekommt ihr den vitaminreichen, leckeren, superfrisch schmeckenden Juice, den ihr von uns kennt.

Warum gehen bei der Pascalisation bzw. HPP manche Inhaltsstoffe kaputt und manche nicht?

Gute Frage. Auch die beantworten wir. Das Ganze ist chemisch bedingt und man kann es, kurz gesagt, auf die Molekülgröße schieben.

Kleine Moleküle, wie es Vitamine und Aromastoffe sind, sind weniger druckempfindlich, da ihre kovalenten Bindungen erhalten bleiben. Größere Molekülverbindungen haben andere, schwächere Bindungen durch die sie stabilisiert werden und sind daher druckempfindlicher.

Zusammenfassend können wir sagen.

Ihr könnt sicher sein, dass ihr nach dem Konservieren mit HPP einen frischen, keimfreien Saft trinkt, den ihr geschlossen aber auch bis zu 4 Wochen lagern könnt.

Weltweit werden mittlerweile schon 300.000 t Lebensmittel durch HPP haltbar gemacht. Da sind wir mit dabei!

Du hast immer noch nicht genug Informationen? Oder hast hier etwas nicht verstanden? Dann haben wir exklusiv für euch noch ein paar Links zusammengesucht, dass ihr auch bestens Bescheid wisst wie genau HPP funktioniert! Denn: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser:

 

Videos zum Thema HPP / Pascalisation

Jessica Jungmann

Quellen zum Thema HPP und Pascalisation:

Das bayrische Verbraucherportal. (28. 09 2015). Von http://www.vis.bayern.de/ernaehrung/lebensmittel/technologie/hochdruckpasteurisieren.htm abgerufen

Nünnerich, P. (28. 09 2015). Von https://www.thyssenkrupp.com/de/onlinespecial/INGENIEU_R_KUNST/1/ abgerufen

by Jessica Jungmann

5 thoughts on “HPP, High Pressure Processing oder auch Pascalisation

  1. Max Laurenz says:

    Hallo zusammen! Wo genau genau lasst ihr die Säfte mit dem HPP-Verfahren behandeln? Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen.
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Max

    • David Mahoney says:

      Hallo Max!
      um optimale Versorgung sicherzustellen, arbeiten wir mit verschiedenen Juicery Plantations in Europa zusammen.
      Viele Grüße
      Julia

      • Max Laurenz says:

        Hallo, Julia, vielen Dank für die Antwort. Heißt das, dass ihr die Säfte nicht selbst herstellt? Oder werden die nur für das HPP-Verfahren verschickt? Danke!

          • Amir El-Moawen says:

            Lieber Franz

            HPP ist das beste und teuerste Herstellungsverfahren. Durch den hohen Wasserdruck werden nur Keime und Bakterien angegriffen, die kleinen Nährstoffstrukturen bleiben bis zu 87& erhalten. Dies entspricht einem frisch gepressten Saft der 1 min steht. Laut EU Verordnung entspricht dieser sehr hohe Nährstoffwertwert dem eines frischen Saftes.

            Besten Gruss
            Dein Rawganic Team

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